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Für Notbremse sah Keeper Herms rote Karte

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Fußballlandesklasse: TSG Unseburg/Tarthun - SV Wolmirsleben 2:2 (2:2)

 

Unseburg (hbr). Das Spiel hielt, was es versprach: es war ein klassisches Lokalderby, auf schwerstem Geläuf, das einfach keinen Sieger verdient gehabt hätte. Beide Trainer, Franz (TSG) und Stock (SVW), gaben sich nach dem Spiel "zufrieden mit dem Endergebnis." Im Innersten muss es aber bei beiden tüchtig gebrodelt haben, denn sie hatten ihre Formation voll auf Sieg eingestellt. Entsprechend hart, aber doch größtenteils fair, wurden die Spitzen des Gastgebers und der Gäste gestellt. In der engeren Abwehr wurde kompromisslos dazwischen gegangen.

Für die rund 200 Zuschauer war dann diese Begegnung ein Aufeinandertreffen zweier unterschiedlicher Spielsysteme. Die Hausherren lebten mehr von ihrem spielerischen Können. M. und Th. Kneisel sowie José Mundt und die Elf aus dem Nachbardorf zeigte sich im Zerstören souveräner, was natürlich zu deutlich mehr Fehlpässen führte.
Das 1:0 in der 18. Spielminute war ein echtes Höppner-Tor. Ballannahme im Strafraum nach Eingabe, dann noch zwei kleine Schwenks nach rechts und TSG-Keeper Herms hatte das Nachsehen. Sieben Minuten später traf R. Wallborn zum 1:1-Ausgleich. Aus 25 Metern im zentralen Mittelfeld zog der einfach ab und SVW-Schlussmann Schramm konnte dem Ball keine entscheidende Richtungsänderung mit den Fäusten mehr mitgeben (1:1).
Für eine Notbremse an Höppner durch den TSG-Torwart Herms vor dem Strafraum sah dieser die rote Karte (35.). Andy Eggeling übernahm seinen Part und löste die Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Es wurde weiter um jeden Ball hart gerungen. Eine Krause-Eingabe nahm Minkus im Strafraum auf und traf zum 1:2 (45.). In der dreiminütigen Nachspielzeit, wegen des Torwartaustausches, dann das 2:2 per Strafstoß durch José Mundt. Im Doppelpack hatten SVW-Verteidiger K. Wallborn im Strafraum gelegt.
In der zweiten Hälfte setzte sich dieser heiße Tanz vor den Toren fort.
Oft behinderten sich die Angreifer selbst. So z.B. Minkus und Batke oder auf der anderen Seite Mundt und die Kneisels.
Dieses Tempospiel forderte zusätzliche Energie, führte aber auch zu noch mehr Ungenauigkeiten in allen Mannschaftsteilen der Kontrahenten. Für zu unfaires Einsteigen gab's zurecht gelbe Karten zu gleichen Teilen. Die gößten Chancen hatten noch Höppner, der sich bei einem Spurt auch noch eine Zerrung zuzog und der unermüdlich kämpfende Batke, der in der 86. nur die Querlatte traf. Obwohl die TSG-Angreifer viel Platz hatten, waren auch sie nicht mehr imstande das Siegtor zu schießen. Was diese Punkteteilung einmal Wert ist, weiß heute noch keiner so richtig genau.
Auf jeden Fall haben die Unseburger weiter die Nase vorn.

TSG Unseburg/Tarthun: Herms (35. Rot - Eggeling), Eggeling, Kowalski, C. Wallborn, R. Wallborn, Hebecker, M. Kneisel (65. S. Mundt), Th. Kneisel, A-J. v.d. Velde, J. Mundt, Noffke.

SV Wolmirsleben: Schramm; Niehoff (64. K. Stock), Böhme, Maier, Iffländer (65. Selig), Sauer, Minkus, Batke, Zeidler, Höppner ( 71. Dzischer - ?), Krause.

Bildtext:
TSG-Keeper Stefan Herms (links) musste in Halbzeit eins häufiger, gegen Höppner, Batke (Mitte) oder Zeidler, eingreifen. Erst Minuten später wurde Höppner von ihm von den Beinen geholt. Mit der roten Karte wurde er aber hart bestraft. Foto: Hartmut Brose