Klassenprimus voll gefordert
Fußballlandesklasse, St. 4: SV Wolmirsleben – FSV Barleben 1:3 (1:1)
Wolmirsleben (hbr). Zu gern hätten die Wolmirsleber dem Spitzenreiter Barleben ein Bein gestellt. Bis zur 35. Minute lief auch alles super. Dann sah Libero Karasch Gelb-Rot für sein zweites Foul und der Leidensweg für die 10er Truppe und die 125 Zuschauer begann.
In der 20. Spielminute war der SV Wolmirsleben durch Marko Krause, der einen Freistoß von Kevin Stock von der linken Seite per Kopf erwischte, in Führung gegangen.
Der Barleber Roger Härtl traf dann in der 25. Minute, aber völlig freistehend im Strafraum, zum 1:1-Ausgleich.
Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit teilten sich beide Teams, wobei der SVW zu viele Ballverluste selbst produzierte. Dank eines warmgeschossenen Keepers Schramm blieb es aber bei diesem 1:1-Halbzeitstand.
Nach dem Wiederanpfiff machte der FSV viel Druck und dem Gastgeber stand das Glück häufiger zur Seite.
In der 59. Minute dann ein Fehler vom SVW-Keeper. Vor der linken Strafraumgrenze drückte Torschütze Linke ab. Der Ball überquerte die Mauer und setzte tückisch vor Schramm auf und was macht der, der konnte das Leder nicht festhalten und durch seine Beine überrollte das Spielgerät die Torlinie (1:2, 59.).
Danach nahm die Dominanz der Barleber weiter zu. Der SVW kämpfte aufopferungsvoll und sah noch gut aus, weil der Klassenprimus seine vielen guten Chancen verballerte.
Eine davon war aber ein Eckstoß. Hellmich trat ihn von der rechten Seite und FSV-Kapitän Ibe konnte das Ding knallhart an die Querlattenunterkante ins Tor (1:3, 75.) köpfen. Höppner, Sauer und Iffländer hätten mit ihren Einzelaktionen noch am Resultat etwas ändern können, doch es sollte halt nicht sein.
Barlebens Kapitän Ibe am Ende mit dem Ergebnis mehr als zu frieden. Der Druck der Wolmirsleber habe überrascht und nur so seien unsere Unzulänglichkeiten im Abschluss oftmals zu erklären, sagte er.
Trotz des passablen Ergebnisses gegen den Spitzenreiter war SVW-Coach Frank Stock, obwohl sich seine Resttruppe aufgerieben und mit viel Herzblut gespielt hat, wortkarg: „Solch ein Spiel muss man erst einmal verdauen.“
SV Wolmirsleben: Schramm; Niehoff, Karasch („gelb-rot“ 35.), Böhme, Maier, Krause, Göllner (65. Zeidler), Stock (75. Braun), Minkus (82. Sauer), Iffländer, Höppner.
Bildtext:
Marko Krause bringt mit diesem Kopfball den SV Wolmirsleben mit 1:0 (20.) in Führung.
Foto: Hartmut Brose