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Überlegener Gastgeber

Fußballlandesklasse, St. 4: TSV Völpke II – SV Wolmirsleben 5:0 (1:0)

 

Völpke (hbr). Hochzufrieden war Völpkes Coach Dennis Seidel mit dem Ergebnis. „Wir hatten viel Respekt vor der Stock-Elf, spielten deshalb sehr diszipliniert und engagiert. Das 5:0 geht voll in Ordnung. Wir hatten allerdings mit mehr Gegenwehr gerechnet.“

Genau dies war der Punkt. Der SVW spielte zwar mit und kämpfte, doch von mannschaftlicher Geschlossenheit war die Elf meilenweit entfernt. So richtig gegengestemmt hat sie sich auch nicht. Halbherzig wurde in jeder Phase des Spiels agiert. Da standen Libero Christoph Karasch und Torwart Schramm allein auf weiter Flur. Ohne die beiden und es hätte noch schlimmer um die Elf gestanden.

SVW-Trainer Frank Stock konnte es noch lange nach Spielende nicht fassen, wie sich seine Mannschaft verkauft hat. „Vielleicht hat diese Pleite zu diesem Zeitpunkt auch noch etwas Gutes“, philosophierte er mit Blick auf den nächsten Heimspielgegner. Da könne die Mannschaft alles ausbügeln.

Mit dem 1:0 durch Völpkes Florian Hiersemann nach Einwurf von Goebel auf Nico Bremse und dessen Hereingabe auf die Torraummitte war Schluss mit lustig beim Hausherrn. Von da an diktierte Völpke das Geschehen auf dem Platz. Läuferisch und spielerisch überzeugte der TSV und nur weil Libero Karasch immer wieder irgendwie ein Bein zwischen Gegner und eigenem Tor brachte, blieb es beim 1:0 bis zur Pause.

120 Sekunden war Halbzeit II alt, da stand es 2:0. Torschütze war Nils Schräder. Eine Flanke von der linken Seite auf den langen Pfosten konnte der 33-jährige zur bösen Überraschung für mindestens vier SVW-Verteidiger einköpfen.

Sechs Minuten später traf Linksaußen Schröder, nach Alleingang vor dem Strafraum zum 3:0 (53.).

Torschütze zum 4:0 (71.) war Nico Brunse und das 5:0 (80.) markierte Steffen Bremse nach einem Rückpass von der linken Grundlinie auf den Elfmeterpunkt. Dies war im Übrigen das Erfolgsrezept der Gastgeber: Durchbrechen bis zur Grundlinie und scharfe Rückpasse für die zweite Welle. Dies ist moderner Fußball, doch den können nicht alle spielen, dass muss trainiert werden, doch da scheint es beim SVW augenblicklich dran zu hapern.

Aufstellung SVW: Schramm; Karasch, Niehoff, Böhme, Stock (67. Nitsche), Sauer, Selig, Minkus (78. Theis), Zeidler, Göllner, Krause.

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