Egelner Museum öffnet ab Sonntag 11. Januar wieder seine Pforten
Mit einer kleinen Präsentation wird das Egelner Museum am 11. Januar 2015 seine Pause zum Jahreswechsel beenden. Gezeigt wird ein Stein, der im Juni dieses Jahres im Tarthuner Wöhl gefunden wurde. Die Egelnerin Uta Klamser war mit einem Jagdhund zur Ausbildung in der Nähe der Touristischen Begegnungsstätte unterwegs und ging dabei auf der Suche nach einem Stöckchen in den Wald. Dabei stieß sie plötzlich auf einen mit Moos bewachsenen Stein in den Schriftzeichen eingeschlagen waren. Da sie den Stein nicht bewegen konnte, rief sie Oliver Borrmann, der damals als Bürgerarbeiter in Tarthun tätig war, zu Hilfe. Der fotografierte den Stein und setzte sich sofort mit dem Egelner Museum in Verbindung. Das heutige Tarthun wuurde erst Anfang des 13. Jahrhundert durch die Edlen von Hadmersleben neu gegründet. Otto von Hadmersleben ließ dort ein festes Haus wider die Unseburg errichten, damit sich die Tarthuner besser gegen die auf der dortigen Burg sitzenden Raubgrafen erwehren konnten. Aber bereits 944 wird ein Ort Turtlingen, der sich östlich des heutigen Ortes im Wöhl befand, erwähnt. Deshalb rief Lachmuth einen Mitarbeiter des Landesamtes der sich in der Region gut auskennt zu Hilfe. Allerdings stellte sich dann heraus das dieser Stein doch aus jüngerer Zeit stammt. Wie er dort hingekommen sein könnte bleibt ein Rätsel. Ebenso seine Bedeutung. Zwar verfügt er über Namen und Jahreszahl, aber die römischen Zahlen waren für diese Art von Stein eigentlich unüblich. Auf jeden Fall wurde er erst einmal vermessen, fotografiert und seine Lage per GPS festgestellt. Dann wurde er zur Sicherung auf die Egelner Wasserburg gebracht. Grabsteine wurden damals schon zumindestes mit Geburts und Sterbejahr versehen, oft auch Sprüche aus der Bibel eingemeißelt. Wenn der Stein auch einem solchen ähnlich sieht, hatte er vermutlich aber eine andere Bedeutung. Er ist am oberen Ende mit einer Schmuckrosette verziert, dann folgen die Buchstaben: IOAN CHRISTIAN BOLMAN und die römischen Ziffern MDCCLXXXI. Der Name Bollmann ist in unserer Region zwar nicht so häufig wie Müller oder Meier, aber es gibt in der Egelner Mulde mehrere Familien dieses Namens. Vielleicht kennt jemand aus Erzählungen oder Ahnenforschung die Geschichte des Johann Christian Bollman und kann damit Licht in das Dunkel der Geschichte bringen. Der Stein ist am 11. Januar ab 14:00 Uhr im Egelner Museum in der Wasserburg zu besichtigen.