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Geschichtstouristen hatten großes Interesse an schwedischer Geschichte der Burg Egeln

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Im 30jährigen Krieg war die Egelner Wasserburg einige Zeit schwedische Feldkanzlei und Wohnsitz der Familie des Generalfeldmarschall Johann Banér. Hohe Persönlichkeiten wie Reichskanzler Oxenstierna oder General Wrangler, der hier seine Frau Anna kennenlernte, kamen zu Besuch. Dieser Tatsache geschuldet gab es bereits seit der Einrichtung des Museum in der Burg Kontakte zur schwedischen Botschaft und zur Deutsch-Schwedischen Gesellschaft in Magdeburg. Mittlerweile ist diese Vereinigung jedoch in der Otto-von Guericke-Gesellschaft aufgegangen. Im vergangenen Jahr wurde die Egelner Wasserburg auch offiziell in die Schwedenstraße aufgenommen, ein Zimmer in der Burg wurde bereits als „Schwedenzimmer“ eingerichtet und informiert hauptsächlich über den Generalfeldmarschall Johann Banér, seine Zeitgenossen und Gegenspieler. Am vergangenen Wochenende weilte eine größere Gruppe schwedischer Geschichtstouristen in der Region. Aufgrund des straffen Zeitplanes konnten jedoch nur Lützen, Weißenfels und Magdeburg besucht werden. Deshalb lud der Geschäftsführer der Otto-von-Guericke-Gesellschaft, Dr. Tröger, Uwe Lachmuth und Klaus Gumpert am Sonntagabend nach Magdeburg ein, damit sie den Schweden etwas über die schwedische Geschichte der Burg nahebringen. Zur Begrüßung spielte Klaus Gumpert auf einem Magdeburger Knopfkasten, der in Schweden noch sehr bekannt, dessen Geschichte allerdings hier etwas in Vergessenheit geraten ist. Bei  dem ersten Stück, einem zur Mitsommernacht gesungenem Kinderlied, flogen bald die Arme in die Lüfte und im Chor wurde das lustige Lied mitgesungen. Dann gab Uwe Lachmuth Erläuterungen zur Burggeschichte, wobei die Schweden ins Staunen kamen, insbesondere das auch der spätere schwedische König General Bernadotte in Egeln zu Besuch war. Als besondere Überraschung wurde den Beiden dann Ánne Banér vorgestellt, eine Nachfahrin der Familie aus der der bekannte Feldmarschall stammt, der in Egeln seinen Wohnsitz hatte. Mit ihr unterhielten sich die Beiden dann noch lange Zeit und Frau Banér zeigte sich sehr begeistert  Aber auch die anderen Schweden hatten großes Interesse an den mitgebrachten Flyern und Volksstimmeartikeln die bereits über das Thema „Schweden in Egeln“ erschienen waren.