Storchenscheune auf der Wasserburg Egeln krönt wieder ein Storchennest
Wenn man den unteren Burghof der Egelner Wasserburg betritt, findet man auf der linken Seite eine Scheune ohne Dach. Erbaut wurde das Gebäude einst als Kornscheune, aber nach dem Storchennest, das viele Jahrzehnte auf dem stadtseitigen Giebel trohnte, wurde sie von den Amtsleuten nur noch als Storchen- oder Storchennestscheune bezeichnet. Auch nachdem das Dach in den 1970er Jahren heruntergenommen wurde, blieb das Storchennest auf dem Giebel, bis es ein Herbststurm dann auch herunter holte. Im Jahre 2006 musste dann auch das Dach des sich anschließenden Pferdestalls herunter genommen werden, so dass es sich nun anbot, ein neues Storchennest auf dem gemeinsamen Giebel beider Ställe zu errichten. Dazu baute der „Hofschmied“ Rainer Quast erst einmal ein eisernes Untergestell, mit dem das Nest auf den Giebel befestigt werden konnte. Darauf errichteten dann die „Bänkebauer“ der GSI Hohenerxleben aus Bohlen der Firma Scandach ein stabiles Nestgestell. Als Unterlage hat Ronald Tessmann noch einen Ring aus Weidenruten geflochten. Da die ganze Konstruktion nun ein erhebliches Gewicht hat, konnte der Dachdecker David Schmidt begeistert werden, das Nest kostenlos mit einer Hebebühne auf die Mauerkronen zu setzen und dort fachgerecht zu befestigen. Nun warten die Initiatoren gespannt, ob die Nisthilfe wieder von einem Herrn Adebar und seiner Frau angenommen wird. Eines ist jedoch schon klar; der erste männliche Jungstorch, der in dem Horst schlüpft, bekommt den Namen David.